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IVY Blog

Eizellen auf Vorrat: Wie Frauen für Fruchtbarkeit vorsorgen können

Social Freezing, Egg Freezing oder Lagerung kryokonservierter Embryonen oder Samenzellen in Kryotank in der IVY Kinderwunschklinik in Wels, Oberösterreich

Die Eizellqualität einer Frau nimmt mit zunehmendem Alter ab. Am höchsten ist die Chance auf eine Schwangerschaft bis zum 30. Lebensjahr. Mit 30 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit bereits, ab circa 35 Jahren kommt es zu einem stärkeren Rückgang – die Anzahl und vor allem auch die Qualität der verfügbaren Eizellen nimmt rasch ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eizellen genetisch nicht mehr in Ordnung sind, steigt.

„Social Egg Freezing“

Durch eine geplante Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes dürfen Frauen in Österreich ab 1.4.2027 auf eigenen Wunsch ihre Eizellen in jüngeren Jahren vorsorglich einfrieren lassen („Social Freezing“). Damit kann die Chance auf eine spätere Schwangerschaft erhöht werden. Sinnvoll ist dies für all jene Frauen, die ihre Familienplanung zur Zeit ihrer höchsten Fruchtbarkeit noch nicht umsetzen können oder wollen, beispielsweise, weil noch kein geeigneter Partner gefunden wurde oder die berufliche/finanzielle Situation einer Kinderplanung noch im Weg steht.

„Medical Freezing“

Auch jetzt ist das Einfrieren von Eizellen und Samenzellen in Österreich bereits erlaubt, allerdings nur bei Vorliegen eines medizinischen Grundes, der eine ernste Gefahr für eine spätere Schwangerschaft auf natürlichem Wege bedeutet. In diesem Fall spricht man vom „Medical Freezing“.

Das zukünftig erlaubte „Social Freezing“ bietet einerseits Chancen, birgt aber auch das Risiko, dass Paare ihren Kinderwunsch auf Grundlage einer falsch verstandenen Sicherheit zu lange aufschieben.

Im IVY Zentrum für Kinderwunsch in Wels legt man daher großen Wert darauf, im Vorfeld auch umfassend über die medizinischen und technischen Grenzen der Eizellvorsorge zu beraten.

Mag. Christine Stieger, Laborleiterin und operative Geschäftsführerin im IVY Zentrum für Kinderwunsch in Wels, Oberösterreich
Mag. Christine Stieger vom IVY Zentrum für Kinderwunsch: 

Die Eizellvorsorge bietet keine 100 Prozent Garantie für eine spätere Schwangerschaft und darf daher keinesfalls als “Fruchtbarkeitsversicherung” missverstanden werden. Natürlich ist es vorteilhaft, wenn wir bei einer eventuell notwendigen Kinderwunsch-Behandlung im höheren Alter auf Eizellen aus jüngeren Jahren zurückgreifen können. Die Chancen einer gesunden Schwangerschaft und Geburt hängen aber unter anderem auch davon ab,

  • wie viele Eizellen kryokonserviert wurden (je mehr, desto besser)
  • wie alt die Frau zum Zeitpunkt der Eizellentnahme war (je jünger, desto besser)
  • wie alt die Frau zum Zeitpunkt der gewünschten Schwangerschaft ist
  • wie gut die Spermienqualität zum Zeitpunkt des Kinderwunsches ist

Wichtig ist daher, dass Frauen und Paare den für sie persönlich richtigen Zeitpunkt für eine Schwangerschaft bzw. eine eventuelle Eizellvorsorge auf gut informierter Basis treffen. In einem persönlichen Erstgespräch im IVY Zentrum für Kinderwunsch erfolgt daher eine umfangreiche Beratung und Erstuntersuchung, um InteressentInnen eine wohl überlegte Entscheidung zu ermöglichen.

erschienen im Januar 2026 in der TIPS Zeitung

Besprechung der Hormonstimulation im IVY Zentrum für Kinderwunsch zwischen Dr. Thomas Duscha, ärztlichem Leiter der IVY Kinderwunschklinik und einer Patientin

Dr. Thomas Duscha, ärztlicher Leiter im IVY Zentrum für Kinderwunsch, im Beratungsgespräch mit einer Patientin.

Künstliche Befruchtung mit Wohlfühlfaktor: Warteraum der IVY Kinderwunschklinik in Wels

Warteraum der IVY Kinderwunschklinik Wels: Hier finden regelmäßig kostenlose Infoabende statt. Ebenso werden Online Infoabende angeboten. 

Termine und Anmeldung

Kryotank in der Kinderwunschklinik, in dem für die künstliche Befruchtung Samen und Embryonen in Straws in flüssigem Stickstoff gelagert sind.

Kryotank, in dem Samen, Embryonen und Eizellen bei -196 °C in flüssigem Stickstoff eingelagert werden können. Bei Eizellen und Samen ist die Lagerung zeitlich unbegrenzt erlaubt, Embryonen dürfen in Österreich bis zu 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

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