= Eileiterdurchgängigkeitsprüfung
Sind beide Eileiter durch Verklebungen oder Verwachsungen gänzlich blockiert, ist selbst bei bester Eizell- und Spermienqualität eine Schwangerschaft unmöglich, da Eizelle und Samenzelle durch den verschlossenen Eileiter nie aufeinandertreffen können.
Durch eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, meistens als HyCoSy bezeichnet (seit Schaum verwendet wird, auch HyFoSy), wird mittels Verabreichung einer kontrastreichen Flüssigkeit bzw. einer schäumenden Flüssigkeit in die Gebärmutterhöhle festgestellt, ob die Flüssigkeit die Eileiter passieren kann, ob also die Eileiter durchgängig sind.
Diese Untersuchung kann bei uns im Institut ambulant durchgeführt werden, ist im Vergleich zur regulären Bauchspiegelung (laparoskopische Abklärung im Krankenhaus) sehr einfach und schmerzfrei durchführbar und erfordert keine klassische Operation unter Vollnarkose oder radiologische Untersuchung.
Ist ein Eileiter verschlossen, wäre zwar eine Schwangerschaft über den anderen Eileiter möglich, man sollte sich dabei jedoch auf eine verlängerte Dauer bis zum Schwangerschaftseintritt einstellen.
Sind beide Eileiter undurchlässig, so konnte manch kleinere Blockade sogar bereits allein durch die Spülung gelöst werden und eine völlig natürliche Spontanschwangerschaft in den darauffolgenden Monaten erzielt werden.
Liegt ein definitiver Tubenverschluss (verschlossene Eileiter) auf beiden Seiten vor, kann auf natürlichem Wege sowie durch Insemination oder VZO praktisch keine Schwangerschaft erzielt werden. Die Methoden der IVF oder ICSI mit einer Entnahme der Eizellen, einer externen Befruchtung mit den Samenzellen des Mannes und einer Rückführung des befruchteten Embryos in die Gebärmutter sind in diesem Fall indiziert.
Die HyCoSy wird in der ersten Zyklushälfte im Zeitraum nach Abklingen der Regelblutung durchgeführt, allerdings noch vor dem Eisprung, sodass keine mögliche frühe Schwangerschaft gefährdet wird.
Wir verwenden dazu ExEm® Foam – ein Medium, das aus ExEm® Gel – Hydroxyethylcellulose und Glycerin – und ExEm® Water – gereinigtes Wasser – besteht. Bei kräftigem Mischen bildet sich ein hoch echogener Schaum mit 127.000 Mikroluftbläschen pro ml, der im Ultraschall leicht erkannt werden kann.
Nähere Informationen sowie Videos des Herstellers von ExEm Foam zu Ihrer Information finden Sie hier:
Patienteninformation zu ExEm Foam zur Hysterosalpingo-Schaumsonographie (HyFoSy).
Für weitere Informationen und zur Terminvereinbarung stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.