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Gebärmutter-Fehlbildungen

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Bei manchen Frauen liegen Gebärmutterfehlbildungen vor, die ihre Chance auf eine Schwangerschaft vermindern bzw. teilweise auch unmöglich machen.

Folgende Situationen kommen immer wieder vor:

Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom

Das Fehlen der gesamten Gebärmutter, obwohl die Eierstöcke mit entsprechenden Eizellen intakt sind.

Hier wäre es zwar grundsätzlich möglich, Embryonen bei Vorhandensein eines Partners zu zeugen, allerdings müsste zum Austragen der Schwangerschaft zuerst eine Gebärmutter-Transplantation stattfinden. Diese Transplantation hat bisher in Österreich nicht stattgefunden und auch international wurde diese Behandlung nur in Einzelfällen durchgeführt und wird aus heutiger Sicht wohl auch zukünftig kein Routineeingriff werden.

Alternativ dazu könnte die Patientin in anderen Ländern (zB Ukraine, Griechenland, Portugal, USA, etc.) eine Leihmutterschaft anstreben, bei der eine andere Frau die eigenen befruchteten Embryonen eingesetzt bekommt und das Kind austrägt. Das Baby wird dann einige Zeit nach der Geburt den genetischen und sozialen Eltern übergeben. Diese Möglichkeit ist in Österreich rechtlich nicht erlaubt und kann daher von uns nicht durchgeführt werden.

Asherman-Syndrom

Dabei bildet sich im Inneren der Gebärmutter entweder gar keine oder eine nur sehr niedrige Schleimhaut. Grund ist oft eine vorangegangene Ausschabung (Curettage) der Gebärmutter nach einer Schwangerschaft mit frühem Abort.

Die entsprechende Therapie (mit Östrogenen) kann oft sehr fordernd sein. Teilweise hilft hier eine Unterstützung mit einer intrauterinen Spülung mit Granulozyten-stimulierenden Substanzen, zB.: Neupogen.

 

Es gibt diverse weitere Fehlbildungen der Gebärmutter. Beispielsweise kann die Form der Gebärmutterhöhle unterschiedlich ausgeprägt sein. Es könnte sich ein Septum, also eine Art Scheidewand in der Gebärmutterhöhle gebildet haben. Ein solches Septum kann bei Kinderwunsch vorab operativ entfernt werden.
Gelegentlich kann die Gebärmutter sogar doppelt angelegt sein. Dies kann auch mit einer Doppelbildung der Vagina kombiniert sein. Es haben hier auch bereits erfolgreiche IVF-Versuche stattgefunden, ohne dass diese Fehlbildung vorher korrigiert wurde. Ausgetragene Schwangerschaften (sowohl auf spontanem natürlichem Weg als auch mit Unterstützung) bei Doppel-Fehlbildungen sind durchaus möglich.

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