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Social Freezing

Unter dem Begriff “Social Freezing” versteht man das vorsorgliche Einfrieren von weiblichen Eizellen, um sie bereits in jüngeren Jahren für einen späteren Zeitpunkt aufzubewahren. Liegt dafür kein konkreter medizinischer Grund vor, ist diese Methode laut österreichischem Fortpflanzungsmedizingesetz aktuell nicht erlaubt. Durch eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshof wird das Verbot für Social Freezing in Österreich aber per 1.4.2027 aufgehoben. Die Methode kann daher ab April 2027 von uns angeboten werden – ein persönliches Beratungsgespräch ist im Vorfeld jederzeit möglich.

Sollte bei Ihnen eine medizinische Ursuache vorliegen, die eine natürliche Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt gefährden könnte, ist ein Einlagerung von Eizellen bereits jetzt möglich – das österreichische Gesetz erlaubt das sogenannte „Medical Freezing“ in diesem Fall. Zum Beispiel kann das der Fall sein bei schwerer Endometriose, PCOS/PCO-Syndrom, einer Krebserkrankung mit erforderlicher Chemo- oder Strahlentherapie, einer bevorstehende Operation an den Eierstöcken, etc. ).

Die Technik für Social Freezing und Medical Freezing ist dieselbe: Es erfolgt zunächst eine hormonelle Stimulation, um möglichst viele reife Eizellen in einem Zyklus gewinnen zu können. Diese Eizellen werden in einem kurzen ambulanten Eingriff unter Sedierung (Kurz-Narkose) entnommen. Die Eizell-Entnahme erfolgt trans-vaginal und ultraschall-gezielt. Diese sogenannte Punktion dauert nur ca. 15-20 Minuten. Die dabei gewonnenen reifen Eizellen werden bei minus 196 °C in flüssigem Stickstoff eingelagert (Kryokonservierung).

In den Medien wurde das Social Freezing vor vielen Jahren kontrovers diskutiert, als globale US-Konzerne begannen, Frauen das Kryokonservieren ihrer Eizellen als Firmen-Benefit zu bezahlen, um ihnen den Weg für eine möglichst lange “ungestörte” Karriere zu erleichtern. Tatsächlich bedeutet Social Freezing für viele Frauen aber auch die Möglichkeit zu einer selbstbestimmteren Familienplanung. Viele Frauen, die den Wunsch haben, einmal eine Familie zu gründen, kennen das Gefühl, wenn rund um den 30. Geburtstag die biologische Uhr plötzlich fühlbar zu ticken beginnt. Fehlt eine geeignete Partnerschaft oder stehen die beruflichen oder finanziellen Umstände einer Familiengründung noch im Wege, empfinden diese Frauen zunehmend Zeitdruck. Schließlich wissen sie, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter sinkt und es schwieriger werden kann, je näher man dem 40. Geburtstag kommt. In dieser Situation kann es für Frauen eine große Erleichterung sein, für Ihre Fruchtbarkeit vorsorgen zu können.

Sollten Sie die Möglichkeit der Kryokonservierung Ihrer Eizellen in Erwägung ziehen, sind wir gerne für Sie da und beraten Sie basierend auf Ihrer individuellen Situation über Ihre Möglichkeiten. Es ist uns dabei sehr wichtig, keine falsche Erwartungshaltung zu generieren. Eine Kryokoservierung von Eizellen sollte niemals als “Versicherung” für eine spätere Schwangerschaft betrachtet werden, da auch durch diese Möglichkeit keine Schwangerschaft garantiert werden kann.

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